Video-Kundenstimmen per Mail versenden: 3 Methoden, Do’s & Don’ts und warum dein Vertrieb das heute noch nutzen sollte

Henry
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Video-Kundenstimmen per Mail versenden: 3 Methoden, Do’s & Don’ts und warum dein Vertrieb das heute noch nutzen sollte

Lesedauer: ca. 9 Minuten | Kategorie: Videomarketing, Vertrieb, E-Mail-Marketing

Du hast Video-Testimonials abgedreht – und jetzt? Auf der Website hochladen, auf YouTube veröffentlichen, auf Instagram posten: Das schaffen die meisten noch hin. Aber wie kannst du und dein Vertrieb aktiv mit den Testimonialvideos arbeiten, statt sie passiv auf irgendwelchen Plattformen zu parken und darauf zu warten, dass jemand sie zufällig findet?

Die Wahrheit ist: Testimonials bauen Vertrauen auf – aber nur dann, wenn sie von deinen potenziellen Interessenten auch wirklich geschaut werden. Und dafür musst du sie dorthin bringen, wo die Aufmerksamkeit deiner Leads bereits ist: in deren Postfach.

Video-Kundenstimmen per Mail zu versenden ist dafür eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten, die im deutschen Mittelstand noch massiv unterschätzt wird. Vor dem ersten Gespräch. Nach dem Erstgespräch. Als Antwort auf einen konkreten Einwand. Die Anwendungsfälle sind zahlreich – und die Ergebnisse sprechen für sich.

In diesem Artikel lernst du:

  • Warum Video in der E-Mail so stark wirkt (und was technisch absolut nicht funktioniert)
  • Welches Testimonial-Video du wann und an wen verschickst
  • 3 Methoden, wie du Testimonialvideos per Mail sendest – mit allen Vor- und Nachteilen
  • Einen Bonus-Trick mit animierten GIFs für Newsletter-Profis
  • Die wichtigste Zutat, die die meisten vergessen: die Betreffzeile
  • Alle Do’s & Don’ts in einer übersichtlichen Liste

Warum Video in der E-Mail so stark wirkt

Video-Kundenstimme per Mail versenden Beitragsbild Artikel

Bevor wir in die Methoden einsteigen, ein kurzer Blick auf die Psychologie dahinter – und auf ein paar Zahlen, die alles andere als langweilig sind.

E-Mails kämpfen täglich um Aufmerksamkeit. Die durchschnittliche Fachkraft erhält über 120 E-Mails pro Tag. In diesem Rauschen ist Video ein echter Muster-Unterbrecher. Der Grund liegt in der menschlichen Psychologie: Ein Gesicht, eine echte Stimme, ein echter Mensch – das erzeugt sofort Vertrauen, das kein Werbetext der Welt replizieren kann. Das nennt sich Social Proof: Wir vertrauen den Erfahrungen anderer Menschen mehr als dem, was ein Unternehmen über sich selbst sagt.

Die Zahlen belegen das eindrücklich:

  • Das Wort „Video“ in der Betreffzeile erhöht die E-Mail-Öffnungsrate um 19 %, die Klickrate um 65 % und senkt die Abmelderate um 26 %
  • Ein Video in einer E-Mail kann die Klickrate generell um 200–300 % steigern
  • 72 % der Käufer vertrauen einer Marke mehr, wenn sie positive Video-Testimonials gesehen haben
  • Im B2B-Bereich geben 59 % der Manager und Entscheider an, dass sie Video gegenüber Text bevorzugen

Kurzum: Wer Video-Kundenstimmen per Mail einsetzt, nutzt einen der wirkungsvollsten Hebel im modernen Vertrieb.

 

Was definitiv NICHT funktioniert: Das große technische Missverständnis

Bevor wir zu den drei funktionierenden Methoden kommen, räumen wir mit einem weit verbreiteten Irrtum auf.

Methode Null: Video direkt in die E-Mail einbetten oder anhängen

Das klingt verlockend, scheitert aber in der Praxis auf zwei Wegen:

Als Dateianhang: Eine Videodatei direkt an die E-Mail anzuhängen ist keine sinnvolle Option. Selbst kurze Videos sind mehrere Hundert Megabyte groß. Das führt dazu, dass die E-Mail von vielen Sicherheitssystemen gefiltert wird, beim Empfänger gar nicht erst ankommt oder so lange lädt, dass der Interessent längst weggeklickt hat.

Als HTML5-Embed: Technisch ist es möglich, ein Video per HTML5-Code einzubetten. Das Problem: Die meisten gängigen E-Mail-Clients – darunter Outlook, Gmail und Apple Mail – unterstützen das nicht zuverlässig. Was der Empfänger sieht, ist ein gebrochenes Layout oder ein weißes Rechteck statt deines sorgfältig produzierten Testimonials.

Die Lösung liegt immer in einer der drei Methoden, die wir gleich vorstellen: Du verlinkst das Video, du zeigst ihm ein Vorschaubild. Das Video spielt nie in der E-Mail selbst ab – sondern auf einer Seite, auf die du verlinkst.

 

Schritt 0: Das richtige Video zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Menschen

Bevor du irgendeine der drei Methoden anwendest, stelle dir diese Frage: Welches Testimonial passt zu diesem Menschen, in dieser Situation?

Ein falsch gewähltes Video wirft deine ganze E-Mail in einen Topf mit Massen-Marketing. Ein gut gewähltes Video fühlt sich an wie ein persönlicher Tipp von einem Kollegen.

Matche nach Branche und Kontext

Schicke einem Marketingleiter eine Kundenstimme von einem anderen Marketingleiter. Schicke einem Handwerksbetrieb das Testimonial eines Handwerkskollegen. Je ähnlicher die Situation des Menschen im Video zu der des Empfängers ist, desto stärker die Wirkung. Der Gedanke dahinter: „Der ist wie ich – wenn es für den funktioniert hat, kann es für mich auch funktionieren.“

Matche nach Einwand

Dein Vertriebsmitarbeiter hat im letzten Gespräch den Satz gehört: „Das ist uns zu teuer.“ Dann ist das Follow-up mit einem Testimonial, in dem ein Kunde genau über den wahrgenommenen Mehrwert und die Investition spricht, zehnmal wertvoller als jede Preisrechtfertigung per Text.

Baue dir eine interne Testimonial-Bibliothek mit Tags: Branche, Unternehmensgröße, angesprochener Einwand, Ergebnis. So kann jeder im Team in zwei Minuten das richtige Video finden.

Matche nach Phase im Verkaufsprozess

PhaseZiel der E-MailEmpfohlene Methode
Kaltakquise / ErstanspracheNeugier wecken, Vertrauen aufbauenMethode 3 (Custom Thumbnail)
Nach dem ErstgesprächEntscheidung festigen, Einwände entkräftenMethode 1 mit Timestamp
Nach AngebotsversandUnsicherheit reduzierenMethode 2 (eigene Website)
Reaktivierung alter LeadsAufmerksamkeit zurückgewinnenBonus: Animiertes GIF
Newsletter / MassenmailReichweite, AwarenessMethode 2 oder Bonus

 

Die 3 Methoden: Video-Kundenstimmen per Mail versenden

Methode 1: Den Plattform-Link direkt teilen (YouTube, Vimeo, Wistia)

Die einfachste aller Methoden: Du kopierst den Link deines Testimonialvideos von YouTube, Vimeo oder Wistia und fügst ihn in deine E-Mail ein.

So funktioniert es: Die meisten modernen E-Mail-Clients – und besonders viele Messenger und Chat-Tools wie WhatsApp oder Teams – erzeugen aus dem eingefügten Link automatisch eine Link-Vorschau (sogenanntes „Link Unfurling“ oder „Rich Preview“). Das bedeutet: Titel, Vorschaubild und manchmal sogar die Videolaufzeit werden direkt in der E-Mail angezeigt, ohne dass du irgendetwas gestalten musstest.

Besonderer Profi-Tipp: Timestamps nutzen

YouTube ermöglicht es, einen Link zu erstellen, der das Video an einer ganz bestimmten Stelle startet. Hänge einfach ?t=90 an die URL, um das Video bei Sekunde 90 starten zu lassen (oder nutze den Rechtsklick auf „Aktuellen Zeitpunkt teilen“ direkt auf YouTube).

Das ist enorm wertvoll im Vertrieb: Wenn ein Interessent den Einwand „Ich weiß nicht, ob das bei uns in der Branche funktioniert“ geäußert hat, kannst du gezielt auf die Stelle im Testimonial verlinken, an der genau das angesprochen wird. Statt „Schau mal das ganze Video“, sagst du: „Ab Minute 1:40 spricht Maria Müller über genau diese Frage.“

Vorteile:

  • Null Aufwand – einfach kopieren und einfügen
  • Vertraute Plattformen schaffen Vertrauen (vor allem YouTube)
  • Automatische Link-Vorschau in vielen Clients
  • Sekundengenaue Verlinkung auf relevante Stellen möglich
  • Kostenfrei

Nachteile:

  • YouTube schaltet Werbung direkt vor dem Video (außer das ist dein eigener verifizierter Kanal und du deaktivierst es)
  • Der Interessent landet auf YouTube – und wird sofort von Algorithmus-Empfehlungen abgelenkt. Das nächste Video ist nie dein nächstes
  • Du hast keinerlei Kontrolle darüber, was der Interessent nach dem Video sieht
  • Keine Website-Analytics, kein Tracking auf deiner Seite
  • Auf manchen E-Mail-Clients wird keine Vorschau generiert – dann sieht der Empfänger nur einen nackten Link

Ideal für: Schnelle 1:1-Nachrichten im Vertrieb, gezielte Einwandbehandlung per Timestamp, Sales-Mails ohne großen Gestaltungsaufwand.

 

Methode 2: Link direkt zur Testimonial-Seite auf deiner Website

Statt auf YouTube verlinkst du direkt auf eine dedizierte Seite deiner Website – z. B. /kundenstimmen, /referenzen oder eine eigens erstellte Landingpage nur für ein bestimmtes Testimonial.

Vorteile:

  • Volle CI-Kontrolle: Du entscheidest, was der Interessent vor und nach dem Video sieht. Kein YouTube-Algorithmus, keine Katzenvideos, keine Konkurrenz-Ads
  • Der Interessent verbringt Zeit mit dir und deinem Angebot – er kann direkt weiterlesen, sich andere Kundenstimmen anschauen oder auf deine Angebotsseite klicken
  • Du erhältst echte Website-Analytics: Wie lange war jemand auf der Seite? Wohin ist er danach geklickt? Das gibt deinem Vertrieb wertvolle Signale
  • Kein Risiko von Fremdwerbung
  • Ideal für den Einsatz in formelleren Follow-up-E-Mails oder nach Angebotsversand

Nachteile:

  • Wirkt mehr nach Marketing als nach persönlicher Empfehlung – der Interessent merkt, dass er auf eine Unternehmensseite geleitet wird
  • Die Link-Vorschau in der E-Mail zeigt oft nur dein Website-Logo oder einen generischen Seitentitel, kein ansprechendes Vorschaubild des Videos. Der Lead weiß nicht, worauf er klickt
  • Wenn du kein dediziertes Testimonial-Einzelseite hast und nur auf /kundenstimmen verlinkst, ist es schwer, ein bestimmtes Video gezielt anzusprechen
  • Mehr Vorbereitungsaufwand (Landingpage muss gebaut/gepflegt werden)

Profi-Tipp: Erstelle für besonders wichtige Testimonials eine eigene Unterseite (z. B. /kundin-anna-mueller) und platziere dort ausschließlich dieses eine Video, einen kurzen Kontext-Text und einen klaren Call-to-Action. Das wirkt persönlicher und ist ideal für gezielte Follow-ups.

Ideal für: Formelle Angebots-Follow-ups, Newsletter, automatisierte E-Mail-Sequenzen, Wiedereinstieg bei warmem Interesse.

 

Methode 3: Custom Thumbnail als JPEG mit Hauptaussage und Play-Button ✅ Empfehlung

Das ist die Methode, die in fast jeder Situation die stärkste Wirkung erzielt – und sie ist einfacher umzusetzen, als die meisten denken.

So funktioniert es: Du erstellst ein individuelles Vorschaubild (JPEG oder PNG) für dein Testimonialvideo. Auf diesem Bild siehst du einen zufriedenen Kunden, ein prägnantes Zitat oder die Kernaussage des Videos – und einen deutlich sichtbaren Play-Button in der Mitte. Dieses Bild fügst du als normale Grafik in deine E-Mail ein und verlinkst es direkt zum Video (auf YouTube, Wistia oder deiner Website). Wer klickt, kommt direkt auf das Video.

Die Zahlen, die für sich sprechen:

In einer Reihe von sieben A/B-Tests hat Wistia – einer der führenden Video-Hosting-Anbieter weltweit – systematisch getestet, wie ein statisches Bild mit Play-Button im Vergleich zu einem Bild ohne Play-Button abschneidet. Das Ergebnis war eindeutig: Durchschnittlich 21,52 % mehr Klicks durch den Play-Button. Im ersten Test sogar 40,83 % mehr Klicks. Ein animiertes GIF mit Play-Button erreichte in einem weiteren Test eine Conversion-Rate von 70,1 % – rund 5 % besser als statische Varianten.

Vorteile:

  • Der Interessent weiß sofort, worauf er klickt – kein Rätselraten
  • Das Bild transportiert die Kernaussage des Videos, noch bevor der Empfänger klickt. Das Gesicht des zufriedenen Kunden, sein Name, sein Titel, ein prägnantes Zitat – das alles wirkt bereits als Vertrauenssignal, bevor der erste Klick erfolgt. Psychologisch äußerst wertvoll
  • Höchste Klickrate aller drei Methoden
  • Volle Kontrolle, wohin der Link führt (YouTube, Website, Landingpage)
  • Funktioniert zuverlässig in allen E-Mail-Clients

Nachteile:

  • Kleiner Mehraufwand: Das Thumbnail muss gestaltet werden (mit Tools wie Canva in 10–15 Minuten machbar)
  • Link-Tracking muss manuell über UTM-Parameter eingebaut werden
  • Kein automatisches „Unfurling“ wie bei Methode 1 – du bist für die visuelle Qualität selbst verantwortlich

Wie du das Thumbnail gestaltest:

Ein gutes Testimonial-Thumbnail für E-Mails enthält:

  • Ein starkes Porträtfoto des Kunden (hochwertig, offen, sympathisch)
  • Name und Position/Unternehmen des Kunden als kurze Zeile
  • Ein prägnantes Zitat oder Ergebnis aus dem Video (z. B. „+40 % Abschlussquote in 3 Monaten“)
  • Einen gut sichtbaren Play-Button – klassisch weiß/transparent, mittig oder leicht nach unten versetzt
  • Dein Logo oder Markenfarben am Rand – dezent, nicht dominant
  • Maximale Dateigröße: unter 125 KB für schnelle Ladezeiten auf Mobile

Halte das Design klar und aufgeräumt. Weniger ist mehr. Das Gesicht und die Aussage sollen im Vordergrund stehen, nicht ein überladenes Design.

Ideal für: Praktisch jeden Anwendungsfall – Kaltakquise, Follow-up, Angebotsversand, Newsletter. Diese Methode ist in fast allen Situationen die stärkste Wahl.

 

Bonus-Methode: Animiertes GIF als Thumbnail

Das animierte GIF ist die Steigerung von Methode 3. Statt eines statischen Vorschaubilds zeigt die E-Mail eine kurze Bewegtbild-Sequenz aus dem Video – z. B. den Moment, in dem der Kunde die entscheidende Aussage macht, mit sichtbarem Play-Button.

Was es besonders macht:

  • Das animierte Bild fängt sofort die Aufmerksamkeit ein – Bewegung im Postfach ist ein natürlicher Blickfänger
  • Du kannst mehrere Aussagen in einem GIF sequenzieren – ein Kundengesicht, dann die Kernaussage als Text-Overlay, dann der Play-Button
  • Noch aktivierender als ein statisches Thumbnail

Wo du aufpassen musst:

Für einzelne 1:1-Sales-Mails ist das GIF mit Vorsicht zu genießen. Herkömmliche E-Mail-Clients (vor allem Outlook) fügen GIFs als Anhang bei und zeigen sie nicht inline an – das macht deine E-Mail unordentlich und unprofessionell. Außerdem können GIF-Dateien schnell sehr groß werden, was zu Ladezeit-Problemen führt.

Die Empfehlung: Setze animierte GIFs als Thumbnails vorrangig in HTML-gestalteten Newslettern ein, bei denen du volle Kontrolle über das Design der E-Mail hast und das GIF gezielt eingebettet werden kann. Halte die Dateigröße unter 500 KB (besser: unter 200 KB). Für Standard-Sales-Mails bleibt Methode 3 mit dem statischen Thumbnail die sicherere Wahl.

 

Die Betreffzeile: Der Türöffner, den fast alle vergessen

Du kannst das perfekte Thumbnail erstellen, das überzeugendste Testimonial auswählen und alles technisch korrekt einbinden – wenn die Betreffzeile deine E-Mail im Postfach versenken lässt, hat niemand die Chance, das Video zu sehen.

Hier sind die wichtigsten Regeln für Betreffzeilen, wenn du ein Testimonialvideo mitschickst:

Das Wort „Video“ gehört in die Betreffzeile Das Wort „Video“ in der Betreffzeile erhöht die Öffnungsrate statistisch um bis zu 19 %. Schreibe es in eckigen Klammern am Anfang: [Video] – das ist ein visuelles Signal, das der Empfänger sofort wahrnimmt.

Sei konkret, nicht generisch

  • ❌ Schau dir unsere Kundenstimmen an
  • ✅ [Video] Wie Markus Bauer aus München seine Abschlussquote um 40 % gesteigert hat

Orientiere dich am Ergebnis oder am Einwand Wenn du nach einem Gespräch weißt, was den Interessenten beschäftigt, sprich genau das an:

  • [Video] Dazu hat Claudia Schneider – Inhaberin wie du – genau das gesagt
  • [Video] 2 Minuten, die deine Frage von letzter Woche beantworten

Emojis sparsam einsetzen Ein einzelnes 🎬 oder ▶️ kann die Auffälligkeit erhöhen – aber mehr als eines wirkt unprofessionell. Im B2B-Kontext lieber weglassen oder maximal eines nutzen.

Do’s & Don’ts: Die wichtigsten Regeln auf einen Blick

✅ Do’s

  • Das Wort „Video“ in die Betreffzeile – erhöht Öffnungsrate statistisch messbar
  • Das richtige Video zum richtigen Empfänger – Branche, Unternehmensgröße und Einwand matchen
  • Immer einen Play-Button auf dem Thumbnail – 20–40 % mehr Klicks gegenüber Bild ohne Play-Button
  • Kurzer Begleittext – ein bis drei Sätze, die erklären, warum dieses Video jetzt relevant ist
  • Klarer Call-to-Action nach dem Video – wohin soll der Interessent gehen? Termin buchen? Angebot einholen?
  • Thumbnails unter 125 KB halten für schnelle Ladezeiten auf Mobile
  • UTM-Parameter in den Links nutzen, um Klicks zu tracken
  • Bei YouTube: Timestamp nutzen, wenn nur eine bestimmte Stelle relevant ist
  • Autoplay auf der Zielseite aktivieren, wenn möglich – wer aufs Thumbnail klickt, will das Video direkt sehen

❌ Don’ts

  • Niemals das Video als Dateianhang schicken – zu groß, landet im Spam oder wird gefiltert
  • Niemals HTML5-Video direkt einbetten – funktioniert nicht zuverlässig in den meisten E-Mail-Clients
  • Nicht dasselbe Video an alle schicken – ohne Relevanz-Match verpufft die Wirkung
  • Kein langer Fließtext vor dem Thumbnail – das Video soll im Vordergrund sein, nicht ein Roman
  • YouTube-Werbung nicht vergessen – wenn du auf YouTube verlinkst und Fremdwerbung läuft, siehst du unprofessionell aus. Monetarisierung für das Video deaktivieren
  • Kein generischer Begleittext – „Hier ist eine Kundenstimme für dich“ ist keine Brücke, die Vertrauen baut
  • GIFs nicht unkontrolliert in Sales-Mails einsetzen – Outlook zeigt sie als Anhang an
  • Nicht zu viele Testimonials auf einmal senden – ein Video pro E-Mail, gezielt eingesetzt, schlägt drei Videos ohne Kontext immer

 

Zusammenfassung: Welche Methode ist die richtige für dich?

MethodeAufwandKlick-WirkungKontrolleIdeal für
Plattform-Link (YT/Vimeo)MinimalMittelGeringSchnelle 1:1-Mails, Timestamps
Website-LinkMittelMittelHochFollow-ups, Newsletter
Custom Thumbnail ✅MittelHoch (+21–40 %)HochFast alle Situationen
Animiertes GIFHochSehr hochHochHTML-Newsletter

Unsere klare Empfehlung für den Alltag im Vertrieb: Methode 3 – das Custom Thumbnail – ist in fast allen Situationen der beste Kompromiss aus Aufwand und Wirkung. Der Mehraufwand gegenüber einem simplen Link ist minimal (10–15 Minuten in Canva), aber der Effekt auf die Klickrate ist signifikant und nachgewiesen.

 

Fazit: Deine Testimonials sind zu wertvoll, um sie nur auf der Website zu parken

Video-Kundenstimmen gehören zu den wirkungsvollsten Vertriebswerkzeugen, die ein Unternehmen haben kann. Aber nur dann, wenn sie dort eingesetzt werden, wo sie wirklich gebraucht werden – im direkten Kontakt mit Interessenten, im Follow-up nach dem Gespräch, als Antwort auf einen konkreten Einwand.

Die Technologie ist kein Hindernis. Ein gepflegter YouTube-Link, eine gute Landingpage auf deiner Website oder ein sorgfältig gestaltetes Thumbnail kosten kaum Zeit. Was zählt, ist die strategische Entscheidung: Welches Video, für wen, zu welchem Zeitpunkt?

Wer diese Frage bewusst beantwortet und seine Testimonials aktiv in E-Mails einsetzt, hat einen Vertriebsvorteil, den sich die meisten Wettbewerber schlicht entgehen lassen.

 

FAQ: Video-Testimonials per E-Mail versenden

Kann man ein Video direkt in eine E-Mail einbetten? Technisch ist eine HTML5-Video-Einbettung möglich, aber nicht empfehlenswert: Die meisten gängigen E-Mail-Clients wie Outlook oder Gmail unterstützen diese Funktion nicht oder stellen das Video fehlerhaft dar. Die beste Praxis ist, das Video extern zu hosten (YouTube, Vimeo, Wistia oder eigene Website) und in der E-Mail mit einem verlinkten Thumbnail zu arbeiten.

Wie groß darf das Thumbnail-Bild in der E-Mail sein? Als Faustregel gilt: unter 125 KB für optimale Ladezeiten, insbesondere auf mobilen Endgeräten. Das Bild selbst kann im Format 16:9 gestaltet sein (z. B. 1200 × 675 Pixel) – wichtig ist die Komprimierung. Tools wie TinyPNG oder Squoosh helfen dabei, Dateigröße zu reduzieren, ohne sichtbare Qualitätsverluste.

Macht es einen Unterschied, ob der Play-Button auf dem Thumbnail sichtbar ist? Ja – und zwar messbar. Tests von Wistia zeigen, dass ein Thumbnail mit sichtbarem Play-Button gegenüber einem identischen Bild ohne Play-Button im Durchschnitt über 20 % mehr Klicks erzielt. In einzelnen Tests waren es sogar über 40 % mehr Klicks. Der Play-Button signalisiert dem Empfänger sofort: Hier gibt es etwas zu sehen.

Welche Videoplattform eignet sich am besten für Links in Vertriebs-E-Mails? Das hängt vom Anwendungsfall ab. YouTube ist die bekannteste Plattform und erzeugt in vielen Clients automatisch eine Link-Vorschau – allerdings mit dem Risiko von Fremdwerbung und ablenkenden Video-Empfehlungen. Wistia ist speziell für Marketing und Sales optimiert, bietet eigenes Branding und detaillierte Analytics, ist aber kostenpflichtig. Vimeo bietet werbefrei und professionelles Branding. Für die eigene Website spricht die vollständige Kontrolle über den Kontext des Videos.

Darf ich Testimonialvideos meiner Kunden für Vertriebs-E-Mails nutzen? Ja – aber nur mit ausdrücklicher Zustimmung. Im Rahmen der DSGVO und allgemeiner Persönlichkeitsrechte benötigst du die schriftliche Einwilligung der Person, die im Video zu sehen ist, für jeden konkreten Nutzungszweck. Kläre das bereits vor dem Dreh und halte fest, wo und wie die Aufnahmen verwendet werden dürfen.

Wie lang sollte das Testimonialvideo sein, das ich per Mail verschicke? Für Sales-E-Mails haben sich Testimonials zwischen 60 und 180 Sekunden bewährt. Kurz genug, um die Hemmschwelle zum Klicken gering zu halten. Lang genug, um eine echte Geschichte zu erzählen. Wenn das Original-Testimonial länger ist, lohnt es sich, einen Schnitt oder einen Teaser als separate Version zu erstellen.

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